Meute

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Die Meute Neu Drungbergs

Er rannte, rannte, rannte. Zweige peitschten ihm ins Gesicht und hinterließen hässliche Striemen. Er hatte keine Ahnung, wohin er rannte, einfach nur geradeaus. Weg, so schnell er konnte. Er warf einen Blick über die Schultern - nichts! Doch er wusste, sie waren da. Als er wieder nach vorne blickte, war es schon zu spät. Er fiel einen Abhang hinunter und überschlug sich mehrmals. Es krachte und ein Schmerz durchfuhr sein Bein. Gehetzt blickte er um sich und lauschte. Nichts bewegte sich im Wald und kein Laut war zu hören, außer das Klopfen eines Spechts in der Ferne. Doch er konnte spüren, dass sie ganz nahe waren und Panik befiel ihn. Er rappelte sich auf, versuchte den stechenden Schmerz seines gebrochenen Beines zu ignorieren. Er humpelte weiter ins Unterholz, nur davon getrieben so schnell wie möglich voran zu kommen. Nach ein paar Minuten mühsamen Kletterns durch das dichte Gestrüpp war ihm jedoch klar, dass er keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Flucht hatte. Er musste versuchen, sich zu verstecken. Also kroch er unter einen dicken Stamm und zog Zweige über sich.

Dann lag er still da, gab kein Laut von sich und versuchte, sich nicht zu bewegen. Gebannt lauschte er in den Wald und blickte hinauf in die Baumkronen. Der Himmel wurde dunkler, bald würde es Nacht werden.Vielleicht hatte er eine Chance, wenn es dunkel geworden ist. So lag er da und wartete auf die Nacht, ständig lauschend und bei jedem Tier, das in der Nähe vorbeikroch, versuchte er sich weiter unter den Stamm zu verkriechen. Lange lag er so da. Vom Schmerz und von der Angst gepeinigt, bis ihn endlich die Erschöpfung niederrang.

Er träumte. Träumte von seinen großen Taten. Träumte von den Überfällen, die er und seine Bande vollbracht hatten. Träumte von dem Gold, welches sie erbeutet hatten. Immer reicher wurden sie und mit dem Reichtum kam die Gier. Schließlich hörten sie von einer großen Stadt im Herzen des Landes, in der es viele reiche Händler und Handwerker gab. Also machten sie sich auf, um dort ihre Beutezüge fort zu führen und eine Weile ging es gut. Sie machten so viel Beute in einer Woche, wie sonst in einem Monat und dann begannen sie in der großen Stadt zu stehlen. Dort machten sie noch mehr Gold bis eines Tages einer von ihnen geschnappt wurde. Dann begann die Jagd. Innerhalb weniger Stunden war seine Räuberbande zerschlagen und auf der Flucht. Eine Flucht, die nun schon einen Tag andauerte. Anfangs hatte er noch ein Pferd, welches er auf der Flucht gestohlen hatte. Er ritt so schnell er konnte. Doch so oft er sich umdrehte, glaubte er wage Umrisse von Verfolgern zu erkennen. Dann, als er sein Pferd zuschanden geritten hatte, schlug er sich in den Wald.

Er erwachte. Es war kalt und sein Bein pochte schmerzhaft. Es war inzwischen ganz steif geworden. Er blickte um sich. Es war finsterste Nacht. Er musste Stunden so dagelegen haben. Vorsichtig bewegte er sich aus dem Unterholz heraus, jede Bewegung schmerzte. Er lauschte in die Nacht hinaus, ...nichts war zu hören. Hatte er sie endlich abgeschüttelt? Ein hoffnungsvolles Grinsen zog über sein Gesicht und er verließ das Unterholz vollends. Er brauchte etwas zu essen und einen warmen Platz. Am Besten einen Medicus oder zumindest eine Schiene, sonst würde er nicht lange durchhalten. Er ging durch den Wald, sicher, dass er sie abgehängt hatte, als vor ihm eine Lampe entzündet wurde.

Ein Zwerg stand vor ihm mit einer riesigen Armbrust auf ihn gerichtet. Daneben eine grinsende Elfe mit der Lampe in der Hand. Weiter hinten im Schatten waren noch mehr Gestalten zu erahnen.

"Die Meute wünscht einen erholsamen Schlaf." brummte der Zwerg, dann explodierte eine tiefe, schmerzhafte Schwärze um ihn herum.


Um es deutlich zu machen, es kümmert uns nicht, ob ihr in einer friedlichen Jagdgruppe unterwegs seid, es kümmert uns auch nicht, ob ihr klein, schwach oder sonst irgendwie benachteiligt seid. Genauso wenig wie es uns kümmert, ob ihr stärker seid. Wenn wir euch hetzen, dann nicht ohne Grund. So wie ihr in den Wald hineingebrüllt habt, so heult die Meute zurück. Verschont uns mit eurem Gejammer, ihr wusstet vorher, worauf ihr euch einlasst. Seid eine gute Beute und tragt es mit Fassung.

Solltet ihr von uns angegriffen werden und ihr habt keine Ahnung warum, dann liegt das mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass sich in eurer Jagdgruppe mindestens ein bekannter Plünderer oder Feind Neu Drungbergs aufhält. Über eventuelle Entschädigungen können wir gerne reden.



Hoch lebe Neu-Drungberg !