Magda

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Hintergrund:

Magda, zu ihren Zeiten Wirtin der berüchtigten Lotusgilde, sollte sich anfangs nur um die Bewirtung der eigenen Gildenmitglieder kümmern. Da diese allerdings wenger auf schöne Schreiberreien als viel mehr auf Plündern aus waren, wurde die Taverne "Zum schwarzen Lotus" eröffnet.

Das Gasthaus:


Nahe der Stadt in einem kleinen, unscheinbaren Wäldchen liegt es, verborgen hinter dichten Tannen, geschützt vor den Blicken Unbefugter. Zwei Sandsteinwände ummanteln das kleine, aus Zeder und Eiche gefertigte Häuschen halbkreisförmig. Vor der Anhöhe, auf der das gedrungene Gebäude seinen Platz eingenommen hat, schlängelt sich ein klarer Bach durch sein flaches Bett, entsprungen in den tiefen des uralten Gesteines. Ummalt wird die Idylle von den verschiedenen Jahreszeiten, die sich, jede auf ihre Art, perfekt in die Szenerie einzufügen scheinen, sei es durch wilde Rosen, die sich im Frühling an der Außenfassade empor schlängeln oder das dunkle Herbstlaub der vereinzelt auffindbaren Ahornbäume, das sacht an den dünnen Milchglasfenstern vorüberzieht. Hier liegt sie, die Taverne der Furcht- und Gesetzlosen, der Halunken, Gauner, Diebe und Saboteure, die nach getaner Arbeit in das entlegene Tal kommen, um ihren Durst zu stillen. Lachend und schwatzend, wilde Witze und Flüche reißend drücken sie die angerostete Messingklinke in Form einer Harpyie, deren Konturen längst verblasst sind, hernieder und betreten den Vorraum. Dieser ist mit diversen Haken für Rüstungsteile und Mäntel versehen. Zur Linken hin erstreckt sich ein schmaler, von zwei gegenüberliegenden Fackeln erleuchteter Gang, der an seinem Ende zu zwei Treppen führt: Die obere geleitet die Eintreffenden knarrend über alte, wenn auch robuste Stufen in eines der beiden Obergeschosse und von dort aus weiter zu den 8 schmalen, quadratischen Zimmern, die aufgrund der niedrigen Deckenhöhe für Gnome und Zwerge besonders geeignet sind. Ausgestattet ist jede der Kammern mit einem mehr oder weniger knarrenden Holzbett und einer alten Truhe nebst massivem Vorhängeschloss, die für die Habseeligkeiten der Gäste zur Aufbewahrung dienen soll. Die zweite Treppe offenbart den unterirdisch liegenden Teil des Gasthauses. Glitschige Steintreppen, der Geruch nach feuchtem Stein und Moos sowie ein sanftes Rauschen lassen bereits erahnen, welch Kostbarkeit sich in den Tiefen befindet. Mit bloßer Hand wurden die Felsenbäder in den harten Sandstein geschlagen, viele Jahre bevor die Wirtin dies’ Anwesen ihr Eigen nennen konnte, deren heißes, erquickendes Nass direkt aus dem Inneren der Erde strömt und für angenehm wohltuende Wärme nach einem beschwerlichen Tage sorgt. Und dazu sind die kreisrunden Räume mit der gewölbten Decke und der Vielzahl von Kerzenleuchtern auch bestens geeignet, lässt es sich in den mitunter rauen, sanft erdfarbene Becken an kalten Tagen stundenlang aushalten. Wieder im Vorraum angelangt, erspäht man bei näherem Hinsehen den dunkelroten Samtvorhang gegenüber der Türe. Streift man diesen zur Seite, fällt der Blick auf die links angeordnete, lang-gestreckte Theke, die gut ein Drittel der Länge des Raumes einnimmt. Davor sind etliche, dreibeinige Hocker platziert, gefertigt aus dem selben Material wie das halbe Dutzend übriger, runder Tische, die im Raume verteilt sind: Eiche, hart im Nehmen und strapazierfähig, wie die Herrschaften, die sich darauf niederzusetzen pflegen. Eine Vielzahl von Kerzen erhellen die nachtartige Dunkelheit, sind doch Decke, Dielen und Wände mit dunkler Lasur eingelassen. Die Kerzen stehen in großen, vergoldeten Leuchtern, gebündelt zu je dreien an den Wänden verteilt, verleihen der Atmosphäre schaurige Gestalt, untermalt durch die vielen Trophäen von Wölfen und Ogern, welche, aufgespießt auf nachtschwarzen Holzbrettern, den Gästen ihr schaurigstes Lächeln schenken. Zusätzlich wurde in weiser Voraussicht - für die, die ihre Buchhaltung zu machen pflegen - je eine Talgkerze auf den Tischen platziert, direkt neben einer schwarzen, fremdländischen Lotusblume, die ihr kurzlebiges Dasein in einer hochgewachsenen Bleiglasvase fristet. "Was darf’s denn sein?", hört man die mehr routinierte, wie ernst gemeinte Frage der drallen Wirtin, die sogleich aus einem der Hinterzimmer eilt und den Eintreffenden ohne weiteres Zutun einen großen Humpen mit frischem, dunklen Bier vor die Nase stellt - genau das, was man nach einem weiteren Tag voller Raub und Plünderung braucht.

Doch hüte dich, Fremder, der du es wagst, Unruh’ zu stiften an diesem friedlichen Ort, an dem Mörder, Söldner, Tagediebe und Taugenutze zusammen anstoßen und sich betrinken. Die Klaue des Todes wacht über dich., heißt es über dem Tresen mit schwarzen Lettern geschrieben, während eine vermummte Gestalt aus einer dunklen Ecke lugt.

Weder tot noch am Leben


... lautet wohl das Motto der Blonden, die mit ihren hochgewachsenen Kellnern in dem einsam gelegenen Häuschen wohnt. Mirew - gekleidet in tiefes Schwarz - und Marow - dessen Kleidung die Farbe alten Weines besitzt - weichen nicht von ihrer Seite, auch wenn das Verhältnis der Schönen zu den beiden Ghuls nicht immer offensichtlich erscheint und auch die Wirtin das ein oder andere in den Tiefen ihres Hauses zu verbergen gedenkt.