Gildenhalle der Grünröcke

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Die Gildenhalle der Grünröcke ist ein zweistöckiges Gebäude in der Altstadt von Yath d'Oloth. Es gilt als offenes Geheimnis, dass hier die Diebesgilde der Stadt ansässig ist. In der Unterwelt nennt man das Gebäude den Fuchsbau. Der Fuchs ist seit jeher Sinnbild für List und Heimlichkeit. Er gilt als Symboltier der Diebe und Hehler.

Gildenhalle der Grünröcke


Aussehen

Die Gildenhalle ist ein schlichtes, zweistöckiges Gebäude aus Schieferziegeln und wirkt von außen trutzig und wehrhaft. Der Eindruck verstärkt sich durch die vorgelagerten Strebepfeiler, durch das spitze Dach und durch die Abwesenheit sämtlicher Fenster im Erdgeschoss. Aus Holz wurden lediglich der Dachstuhl und die Zwischendecken gebaut, deren Balken auf den Außenwänden aufliegen. Die Fenster im oberen Stockwerk werden von grünlich schimmerndem Butzenglas verschlossen, ein notwendiger Luxus in den windigen Höhen des Voragogebirges. von einem hölzernen Ausguck aus kann man den Aufgang zum Plateau überwachen. Jeder, der sich auf diesem Weg der Felsterasse nähert, wird bemerkt.

Neben der Gildenhalle ragt die Ruine eines alten Wachturms auf, Zeuge der ehemaligen Stadtgrenze von Yath d'Oloth. Auf dem Stumpf des verfallenen Gemäuers haben fleißige, versierte Handwerker ein Haus in luftiger Höhe gebaut. Der Baustil gleicht der Gildenhalle, das Mauerwerk besteht aus Schiefer, Fenster aus grünem Waldglas sorgen für Licht, ein spitzes Dach thront über alledem.


Gildenhalle

Im Inneren wirkt die Gildenhalle düster, aber einladend. Im unteren Stockwerk befinden sich mehrere Schlafzimmer für Gäste und Besucher. Da das Sonnenlicht nicht bis hierher vordringt, brennen dutzende Kerzen in ebenso vielen Wandnischen und sorgen für schummriges Licht. Das Wachs verbreitet einen angenehmen Geruch, Waffenhalter und Rüstungsständer sind reich bestückt. Auf Regalen liegt das übliche Werkzeug der Gilde: Dietriche, Stricke und Enterhaken sowie eine Vielzahl kleiner Werkzeuge, die einen Einblick in das Geschäft der Grünröcke geben.

Das obere Stockwerk ist heller und zugleich wärmer. In einem Kaminzimmer lagern Bücher, Dokumente und Pläne. Nebenan befindet sich ein Alchemielabor, Regale biegen sich unter einer Vielzahl an Zutaten, Pulvern, Tränken und Tinkturen. Weiterhin gibt es auf dem Stockwerk eine Küche und einen etwas größeren Raum, der zum gemeinsamen Aufenthalt dient. Wandteppiche vermitteln Wärme und Geborgenheit, Silberschmuck und zahlreiche Erinnerungsstücke erzählen von den Abenteuern der noch jungen Gilde.

Der Dachboden ist derzeit noch nicht ausgebaut. Hier stehen lediglich ein paar staubige Truhen herum, die vorher in der Scheune des Grünen Nests als Staubfang dienten. Sollte Bedarf bestehen, böte dieses Stockwerk genügend Raum für zwei oder drei weitere Zimmer.

Auch Xiomena Sonnensturm besitzt eine kleine Kammer im Erdgeschoss, die spartanisch eingerichtet ist. Ein Schrank, ein rustikales Bett und ein Tisch sind alles, was die Wirtin braucht, wenn sie hier übernachtet. Oft sieht das Zimmer verwaist aus, da sich seine Bewohnerin im Grünen Nest in Palandur oder in Zareens Teehaus in Bärenfurt aufhält.


Alter Wachturm und Turmzimmer

Es war kein leichtes Unterfangen, den alten Wachturm bewohnbar zu machen. Die Grünröcke haben seinen ebenerdigen Zugang zugemauert und einen hölzernen Übergang konstruiert, so dass er nur noch vom ersten Stockwerk der Gildenhalle betretbar ist. Das Gemäuer dient als Lagerraum für alles, was magisch oder anderweitig gefährlich ist. Die massiven Granitwände, die gerade einmal von ein paar Schießscharten unterbrochen werden, bieten bestmöglichen Schutz. Auch Lebensmittel werden hier gelagert, denn der Turm ist leicht zu erreichen und kühl genug, damit nichts verdirbt.

Das Turmzimmer wurde vollständig neu gebaut und ist entsprechend wohnlicher als der kalte Turm. Das komplette Stockwerk besteht aus einem einzigen Raum, der durch das hohe Dach deutlich größer wirkt, als er eigentlich ist. Das Zentrum des Raumes nimmt eine rustikale Tafel ein, rundum stehen gepolsterte Stühle. Darüber hängt ein Kutschenrad von der Decke herab und hält mehrere Kerzen, die in den Nachtstunden Licht spenden. Hier lassen die Grünröcke die Abende ausklingen.

Bei Tag bietet der Turm einen erstklassigen Ausblick über die Altstadt und das Handwerkerviertel. Auch hier lockern Wandteppiche das Bild auf und sorgen für grüne Farbtupfer. Eine Anrichte und eine Bar in der nördlichen Ecke laden zum Trinken und Verweilen ein. Die übrigen Ecken bieten ebenfalls Platz für Kommoden und Schränkchen, sogar eine kleine Vitrine mit ein paar Schmuckstücken hat hier Platz gefunden.


Der Fuchsbau

Der Fuchs ist seit jeher Sinnbild für List und Heimlichkeit. Er gilt als Symboltier der Diebe und Hehler. In den Fabeln spricht man von Fuchs Reineke, dem Listenreichen, der mit seinen Streichen und seiner Schläue die anderen Tiere an den Rand der Verzweiflung trieb.

Es gibt kaum eine Diebin oder einen Hehler, kaum eine Dirne oder einen Schmuggler, der nicht vom Fuchsbau gehört hätte. Mal soll es eine Raubritterburg sein, mal eine Räuberhöhle im Silberkieferwald, mal eine Ruine in den Katakomben unter Palandur. Alle Geschichten haben gemeinsam, dass der Fuchsbau die Heimat einer Diebes- und Schmugglergilde ist. Aber welche Diebe würden sich schon zu einer Gilde zusammenschließen?

In Wahrheit handelt es sich um dieses Gebäude, das Quartier der Grünröcke. Während hier am Tag nur mäßiger Betrieb ist, huschen des Nachts dunkle Schatten ein und aus. Hier wird alles geboten, was des finsteren Lumpen Herz begehrt: Leichte Mädchen und stramme Kerle, Tabak und fässerweise Alkohol, Ausrüstung und Spießgesellen für den nächsten Beutezug. Verscherzt es euch nur nicht mit den Gastgebern, sonst könntet Ihr euch eines Morgens splitternackt und arm wie eine Kirchenmaus vor den Toren der Stadt wiederfinden!