Thraunfels

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Thraunfels. Rotbraune, warme Quarzsteinmauern umgeben das geschäftige Städtchen welches an der Quelle des Starg errichtet wurde. Der schnelle Bach, der aus den felsigen Hügeln im Westen der Stadt entspringt und Meilen später zu einem breiten Fluss anwächst, durchzieht die Stadt als eine Vielzahl kleiner eingemauerter Bäche. Kleine Brücken, manche schmal und hochgebogen, andere breit und flach, überspannen diese Kanäle, welche Unrat schneller aus der Stadt befördern als er zu entstehen vermag.

Die hochgiebeligen Häuser, gedeckt mit roten Ziegeln aus den städtischen Werkstätten stehen eng an eng und sind selten höher als drei Stockwerke. Gewerbe aller Art sind wild in Thraunfels verteilt und die kleinen Gassen und wenigen Straßen machen es Fremden manchmal recht mühselig einen Weg zu ihrem Ziel zu finden. Doch die hilfsbereiten Bewohner des Städtchens geben gerne Auskunft und die allerorten zu entdeckenden Steinfiguren erleichtern einem recht schnell die Orientierung. So findet sich nahe der „Tanzenden Elfe“, einer aus dem heimischen Quarzstein gefertigten, zwei Fuß hohen Statue einer grazilen Elfe, die gleichnamige Schenke, welche ein vorzügliches Bier braut und deren Schmortopf weit über die Stadtgrenzen bekannt ist.

Der „Schnaufende Zwerg“ wiederum markiert den kleinen Platz des Schmiedehandwerks der Stadt – um ihn herum finden sich ein elfischer Edelsteinschleifer und Gemmenschneider sowie ein zwergischer Goldschmied und einige Waffen- und Rüstungsschmiede. Das, fast im Mittelpunkt der Stadt befindliche Badehaus, welches das einzige mit einem Kuppeldach und rundem Grundriss versehene Gebäude der Stadt ist, wird von zwei steinernen Wassernixen flankiert. Im Inneren finden sich einige der kunstvollsten Mosaike Dunladans und sind ein Muss für alle kunstinteressierten Besucher der Stadt. Weiterhin weisen Figuren von feilschenden Gnomen, einer webenden Elfe, einem gerüstetem Kämpfer und einem eilendem Knaben die Orte aus, an denen Marktplatz, städtische Weberei, Duellplatz und Poststelle zu finden sind. Auch die Seitengassen laden zum Schlendern ein, da überall Sauberkeit und Ruhe herrscht.

Viele Gebäude umschließen hohe Birken, breite Eichen oder stämmige Kirschbäume, als hätten die Stadtplaner jenen Bäumen Respekt zollen wollen. Efeu und andere Rankengewächse ragen, behutsam gestutzt und gelenkt, manche Wand empor. Stadtwachen im roten Wappenrock des Rates sind ab und an zu sehen, auch wenn es kaum Kriminelle zu geben scheint, welche ihre Anwesenheit nötig machen würden. Doch bei den seltenen Straftaten sind sie schnell und effektiv zur Stelle um die Ruhe zu wahren.

Das Gebäude der Stadtväter und Amtsträger, schelmisch von den Einwohnern „Palast“ genannt, ist ein vierstöckiges Steinbauwerk mit weiträumigen Innenhof und, abgesehen vom Wappen des Rates der Weisen über dem Eingangstor, schmuckloser, efeubewachsener Fassade . Hier finden sich Verwaltung, Gerichtssaal, Bank und die wenigen Kerkerzellen der Stadt. Auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes befindet sich ein Platz aus runden, unterschiedlich großen Pflastersteinen und einer uralten Eiche, welche in der Mitte, von einem breiten Rund aus dichtem, kurzem Rasen umgeben, in den Himmel ragt. Dieser Platz ist der Ursprungsort Thraunfelses und hier befinden sich die ersten Gebäude der Stadt. Auch trifft man hier am ehesten die Mitglieder, stellvertretenden Gildenleiter oder gar das Oberhaupt des Rates bei einer Pause von ihren Pflichten auf einer der Eichenbänke sitzend oder in dem Gasthaus „Ratskeller“ entspannend, welches am Rande dieses Platzes steht.